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Holzkurier Reportage: Alpine Kantelspezialitäten

Fichte-Altholzlook und Zirbe für den Fensterbau 

 

Für ihr feinjähriges und mildes holz aus alpinen Höhenlagen sind die Südtiroler seit jeher bekannt. Sarner Leimholz stellt daraus Fichtenfensterkanteln und ausgefallene Spezialitäten aus Zirbe oder gedämpfter Fichte her, die sich zeitgeistig in die alpenländische Holzarchitektur fügen. Die dafür nötigen Holzqualitäten produziert man im eigenen Sägewerk, das heuer sein 50-jähriges Bestehen feiert.

 

Schon Antonio Stradivari soll für seine legendären Instrumente das besonders feine Fichtenholz aus den Südtiroler Bergen geschätzt haben. Bis heute werden in den alpinen Hanglagen Südtirols sehr schöne Bäume eingeschlagen und von Säge- und Leimholzwerken wie der Sarner Gruppe weiterverarbeitet. Im schmalen, von hohen Bergen umgebenen Sarntal sitzt man sozusagen mittendrin im Holz. 1962 als Sägewerk gegründet, ist die Sarner Gruppe heute überregional tätig. Der Bezug zur Region sei aber nie verloren gegangen, versichert der Vertriebs- und Marketingleiter  Fabrizio Pagliani: „Unsere Südtiroler Kunden haben uns ja erst zu dem gemacht, was wir heute sind. Wir wissen, was wir an den Südtirolern haben und ihnen gilt nach wie vor unsere Aufmerksamkeit.“ Trotzdem habe man sich in den vergangenen Jahren weiterentwickelt und bediene heute auch Kunden in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Und auch die scheinen zu schätzen, was sie an Sarner Leimholz haben – in der Referenzliste finden sich einige der prominentesten und größten Fensterproduzenten Europas. Dabei sei das Leimholzwerk im idyllischen Sarntal gar nicht für Riesenmengen gedacht gewesen, meint Pagliani: „Das ist wie beim Wein, vom Besten gibt es auch nie genug.“

Liebevolle Manufakturproduktion

Trotz moderner Produktionsanlagen mit Scannern von Microtec, Brixen/IT und Innovativ Vison, Linköping/SE, Kappsägen, Keilzinkenanlage und Hochfrequenzverleimung von Dimter, Illertissen/DE – im Grunde sei man eigentlich eine Manufaktur geblieben, meint Betriebsleiter Armin Kröss: „Unsere 30 Mitarbeiter in der Kantelproduktion behandeln das kostbare Holz

liebevoll – ich glaube, das sieht man den Kanteln auch an.“ Das Rundholz für die Kantelproduktion kommt aus der näheren Umgebung: „Wir kontrollieren den Einschlag selber und schneiden die Lamellen für die Kanteln auf der Blockbandsäge in unserem Sägewerk.“ Die einzige Ausnahme machen die Sarntaler bei Lärche: „Unser Lärchenholz kommt teils auch aus alpinen Lagen in der

Steiermark. Das ist beste Qualität für langlebige Endprodukte.“ Das bodenständige und handwerklich gewachsene Unternehmen sei der einzige Hersteller in Italien mit einer ift-Qualitätszertifizierung, merkt er an. „Wir kontrollieren dreifach – Bevor die Lamelle in die Scanner geht, wird sie von einem Mitarbeiter kontrolliert. Es wird ein Röntgenscan mit dem Microtec gemacht und ein optischer Scan auf dem eher materialökonomisch eingestellten Woodeye.“ Den Löwenanteil der Produktion machen dabei die Fichtenholzkanteln aus, die aus feinjährigen, langsam gewachsenen Südtiroler Bergfichten hergestellt werden.

Gedämpfte Fichte für gepflegten Altholzlook

Einen Teil der Fichte veredelt Sarner Holz durch Dämpfen. „So erhält das Fichtenholz eine sehr elegante Färbung, die an das derzeit so gefragte Altholz erinnert“, erklärt Pagliani: „In der zeitgenössischen Architektur und im Tourismus sind aus gedämpfter Fichte hergestellte Fenster wegen ihrer heimeligen Optik sehr beliebt. Noch edler sind die Zirbenholzkantel: „Ihre Innenansicht bleibt wegen der schönen Holzfarbe und des unvergleichlichen Duftes oft unbehandelt“, weiß Pagliani von den Verarbeitern. „Zirbe ist unser einziges Kantel, das nicht astrein ist“, ergänzt Kröss schmunzelnd, „Wir bemühen uns um eine Optik mit den typischen, festverwachsenen Ästen, die sich bei Zirbe ja wie das umliegende Holz sauber bearbeiten lassen.“ „Wir stellen aber auch keilgezinktes Fichtenleimholz, zum Beispiel für Blindstöcke her“, führt Pagliani aus, „Es ist uns wichtig, alle anfallenden Holzqualitäten zu nutzen, um verantwortungsbewusst mit dem Holz umzugehen.“ Wobei man anmerken sollte, dass selbst das Blindholz bei Sarner von einer Schönheit ist, die anderswo wahrscheinlich als A-Qualität durchgehen könnte. Standardlängen werden in der HochfrequenzVerleimlinie verleimt, Überlängen werden in der Ständerpresse produziert. Der Lagenaufbau erfolgt nach Kundenwunsch – durchgehende Lamellen (DDD) sind ebenso möglich, wie die Kombination mit keilgezinkten Mittellagen (DKD, DKK). Die Produkte besitzen alle Zertifizierungen – ISO 9001, FSC, PEFC, ift HO 10/1. Als erstes Südtiroler Unternehmen wurde die Sarner Gruppe auch nach ISO 50001 (Energiemanagement) zertifiziert.

Partner für die Fensterhersteller

„Immer mehr Fensterhersteller suchen den direkten Kontakt zu ihrem Kantelproduzenten. Mit uns als Partner kann man Produkte nach Bedarf erarbeiten und zukunftsträchtige Entwicklungen gestalten“, bringt es Pagliani auf den Punkt

 

 

 

 

PDF - Alpine Kantelspezialitäten

 

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